Ist Tanzen gesund?Info aus der Apothekenzeitschrift "Gesundheit"
Tanzen als Altersvorsorge und als Rundumprogramm gegen die häufigsten Altersbeschwerden!Aus der Apothekenzeitschrift "Gesundheit" Juni 2004
Genügt Tanzen für die Fitness?Gesund essen und Sport treiben soll das Beste für die Gesundheit sein: Ich bin nicht mehr die Jüngste und oft allein. Wenn ich mich bewege, möchte ich Spaß haben und unter Leute kommen. Tanzen gefällt mir. Reicht das aus? Tanzen ist sogar weit mehr als „nur“ ein geeigneter Sport zur Vorbeugung der wichtigsten Alterserscheinungen. Musik und Geselligkeit schaffen eine harmonische Atmosphäre, in der Sie die Sorgen des Alltags schnell vergessen. Musiktherapeuten wissen, dass der Tanz ein fundamentales Ausdrucksmittel des Menschen ist. Er löst körperliche und seelische Spannungen, kann beflügeln, die Befindlichkeit verbessern und die Leistung steigern. Er dient der Harmonisierung von Körper und Seele, und er kann auf diese Weise zum Beispiel auch Schmerzen lindern. Das gemeinsame Dahingleiten zur Musik vermittelt aber auch Freude am eigenen Körper und am Dasein. Getanzt wurde schon immer und in allen Kulturen, sei es aus religiösen Gründen, als Ritus oder einfach, um Lebensfreude auszudrücken. Der sportliche Aspekt ist die angenehme Nebenwirkung. Gedächtnis geschultDie Zauberformel beim Tanzen heißt Ausdauer, Koordination, Konzentration und Balance. Da kommt nicht nur Stimmung auf, ganz unbewusst wird auch das Gehirn trainiert. Das Lernen von Schrittkombinationen und Figurenfolgen im rhythmischen Zusammenhang schult das Gedächtnis nachweislich besonders intensiv. Bei der praktischen Umsetzung auf der Tanzfläche werden Gleichgewicht und Orientierungssinn ebenso trainiert, wie Anpassungs- und Improvisationsfähigkeit. Alles Eigenschaften, die das Gehirn braucht, um im Alter fit zu bleiben. Eine niederländische Studie belegte: Tanzen ist die wirksamste Vorsorge gegen Demenz. Körper geradeFür die Balance müssen Tänzer die Bein-, Beckenboden- und Rückmuskeln anspannen. Daraus ergibt sich eine sehr gerade Körperhaltung, die eigentlich normal ist und die sich auf Dauer im Alltag erhält. Das wirkt nicht nur Blasenschwäche und Rückenschmerzen entgegen. Wer regelmäßig über das Parkett schwebt, bewegt sich geschmeidiger, hat eine bessere Feinkoordination und Körperbeherrschung. Die elegante Erscheinung schafft zudem Selbstvertrauen und Zufriedenheit. Knochen schützenDie Gelenke werden beim Tanzen kaum belastet. Sie produzieren sogar mehr von jenen Stoffen, die sie geschmeidig halten. Und wer mit Hingabe tanzt, wird auch Muskelkater verspüren. Körperspannung und Bewegung kräftigen zusammen fast alle Muskeln und Knochen – eine gute Osteoporose-Vorbeugung. Schließlich ist Bewegung nach Musik weniger mühsam und macht mehr Spaß. Beides lässt Tänzer ausdauernder werden. Stärkt Herz und Kreislauf und verbessert über eine vertiefte Atmung die Sauerstoffversorgung des Körpers, Ob folkloristisch, klassisch oder wild: Tanzen ist gesund, und Angebote gibt es reichlich. Kein LeistungsdenkenDiese Tanzkurse oder Tanzkreise ermöglichen mit angepasstem Programm geselliges Tanzen speziell für die Bedürfnisse von Frauen und Männern über 50 Jahren. Hier gibt es keinerlei Ansprüche an Vorkenntnisse, kein Leistungsdenken und vor allem fast keine gesundheitlichen Einschränkungen, die eine Teilnahme unmöglich machen. Wer will, kann sogar im Sitzen tanzen. FazitTanzen hält körperlich und geistig fit. Und es macht jede Menge Spaß. Es ist ein Rundumprogramm gegen die häufigsten Altersbeschwerden. Siehe auch
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